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Rollläden – guter Lärm und Lichtschutz für die eigenen vier Wände

Rollläden – Vorteile auch zum Nachrüsten!

Sonnenschutz ist gerade an heißen Sommertagen vielen Verbrauchern besonders wichtig. Eine Lösung ist der Einsatz von Markisen oder Innenrollos. Wer sich dagegen entscheidet und gleichzeitig einen Sicht- sowie Lichtschutz realisieren will, greift zu Rollläden, die von außen ans Fenster angebracht werden. Der Vorteil: Diese Option gewährleistet gleichzeitig auch einen gewissen Lärmschutz und kann – bei entsprechender Ausführung – auch die Sicherheit erhöhen.

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Abbildung 1: Rollläden sind in vielen Fällen eine gute Möglichkeit, die eigenen vier Wände abzudunkeln und vor Einbrechern zu schützen. Doch trotzdem gibt es viele Aspekte zu bedenken!

Gerade der Rollladen ist heute mit passenden Sicherheitselementen in der Lage, Wohnräume im Erdgeschoss vor Einbruch zu schützen. Und wie Zahlen des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik in Österreich zeigen, wächst die Nachfrage. Die Produktion hat im Segment der Sonnenschutzprodukte – zu denen auch Rollläden gehören – 2014 um drei Prozent zugelegt. Was sollten Verbraucher zum Thema Rollladen wissen?

Welche Arten von Rollläden stehen zur Auswahl?

Gerade Hausbesitzer tragen sich mit dem Gedanken an die Integration eines Rollladensystems für Türen und Fenster in die Immobilie. Welche verschiedenen Typen lassen hier eine Realisierung von:

  • Sonnenschutz
  • Lärmschutz und
  • Einbruchsschutz

zu? In der Praxis haben sich drei Grundtypen durchgesetzt.

  • Rollladen mit Sturzkasten: Hierbei handelt es sich um eine der gängigen Varianten für den Einbau im Wohnungsneubau. Das System besteht aus einem Rollladenkasten, der in den Öffnungsstutz (Tür oder Fenster) integriert wird. Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass sich der Rollladen hier optisch in die Fassade einfügt und verputzt werden kann.
  • Aufsatzrollladen: Ein Rollladen dieses Typs ist in erster Linie für den nachträglichen Einbau gedacht. Aufsatzrollläden werden auf dem Rahmen – beispielsweise des Fensters – angebracht. Neben dem Vorteil des flexiblen Einbaus müssen Haushalte hier mit Nachteilen rechnen. Dazu gehören die Unterbrechung der Optik sowie eine Verringerung des Öffnungsquerschnitts.
  • Vorbaurollladen: Das Konzept beruht auf einer ähnlichen Herangehensweise wie beim Aufsatzrollladen. Der Vorbaurollladen sitzt allerdings auf dem Mauerwerk. Vorteilhaft ist hier unter anderem die Vermeidung von Kältebrücken.

Hinweis: Rollläden mit Sturzkasten sind im Hinblick auf einen nachträglichen Einbau eher selten anzutreffen. Hintergrund ist der hohe Aufwand und die damit verbundenen Kosten.

Rollläden und das Thema Sicherheit

Sicherheit ist in den letzten Jahren auch im Rollladenbau zunehmend wichtiger geworden. Speziell im Bereich der bodentiefen Fassadenöffnungen muss dieser gewissen Ansprüchen genügen, um Einbruchssicherheit zu gewährleisten. Problematisch kann beispielsweise:

  • das Hochschieben
  • das Aufbiegen der Führungsschiene
  • die Abschraubung der Revisionsöffnungen oder
  • eine Ausbiegung des Endstabes

sein.
Spezielle sicherheits-Rollläden wie bei Warema setzen genau an diesen Elementen an und sollen eine erhöhte Einbruchshemmung erreichen. Aufgrund der verschiedenen Ansprüche, denen Rollläden heute genügen müssen, sollte – egal, ob beim Neubau oder einer nachträglichen Montage – die Qualität und Güte der Produkte immer eine wesentliche Rolle spielen.

Auf welche Art und Weise lässt sich ein Rollladen montieren?

Nicht jede Immobilie ist bereits im Zuge des Neubaus mit einem Rollladen ausgestattet. Gerade wenn es um die nachträgliche Installation der Rollläden geht, stehen betroffene Hausbesitzer vor Herausforderungen und Fragen. Zu beantworten ist unter anderem die Frage nach der Art und Weise der Montage. In der Praxis haben sich drei Montagearten, und zwar:

  • auf dem Mauerwerk
  • am Rahmen
  • zwischen zwei Wänden

bewährt.
Der Anspruch an das handwerkliche Geschick und die Messgenauigkeit variiert je nach Bauweise. Für alle Varianten gilt laut eines Ratgebers von Creon-Rollladen, dass die Planungen – speziell beim Bestimmen des Platzbedarfs – so anzulegen sind, dass ein Öffnen des Fensters nach wie vor möglich ist. Die einfachste Anbauweise ist sicher der Aufsatz des Rollladens aufs Mauerwerk. Deutlich mehr Herausforderungen ergeben sich beim Anbau zwischen zwei Wänden.

Besonders kritisch wird dieser Aspekt bei der Montage zwischen zwei Wänden. Messfehler führen hier leider regelmäßig zu Problemen. Dies betrifft einerseits den Rollkasten – aber auch die seitlich anzubringenden Führungsschienen.

Wichtig: Um die korrekten Maße zu ermitteln, sollten mehrere Werte über die gesamte Öffnungshöhe und Öffnungsbreite bestimmt werden. Nur so lässt sich ermitteln, ob der Abstand über den gesamten Querschnitt konstant bleibt – oder variiert.

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Abbildung 2: Rollläden können durch Hagel oder andere Witterungsverhältnisse durchaus beschädigt werden. Aus diesem Grund ist die Haltbarkeit ein sehr wichtiges Auswahlkriterium.

Fazit: Rollläden lassen sich auch nachrüsten

Der Rollladen bietet Immobilienbesitzern viele Vorteile. Dazu gehört einerseits der hohe Lichtschutz, den man in Abendstunden und an warmen Sommertagen sicher zu schätzen weiß. Ausgestattet mit Sicherheitselementen sorgt der Rollladen zudem für eine höhere Einbruchshemmung. Nicht jedes Haus ist aber vom Erstellungszeitpunkt mit entsprechenden Elementen ausgestattet. Ein Umstand, der heute allerdings kaum noch ein größeres Problem darstellt. Rollläden können heute schon mit wenig Aufwand angebracht werden. Gerade Aufsatz- und Anbaurollläden haben sich in diesem Zusammenhang bewährt. Aus Sicht der Hausbesitzer zwei günstige Alternativen, um sich Vorzüge wie Licht- und Lärmschutz nach Hause zu holen, ohne umfangreiche und nervenaufreibende Umbauarbeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Bilder:
Abbildung 1: @ strecosa (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Abbildung 2: @ Hans (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Veröffentlicht am 22. September, 2015 von Dohnal