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Regeln bei Veränderungen im Mietobjekt

Die Farbe der Wände gefällt nicht Bildschirmfoto 2014-11-29 um 14.00.04mehr, der Fussboden könnte auch etwas moderner sein, aber darf man Veränderungen in der Mietwohnung so einfach machen? Wie immer sollte man zuerst prüfen, ob der Mietvertrag dem Mietrechtsgesetz (MRG) unterliegt, oder nicht.

Als Faustregel gilt: Gebäude, deren Baubewilligung vor dem 30.06.1953 erteilt wurde, fallen voll unter das MRG/Mietrechtsgesetz. Ausnahmen gibt es insbesondere für Wohnungen in nachträglichen zu- bzw Ausbauten und Aufstockungen – hier sollte man vorher nachfragen.

Muss man vor dem Ausmalen den Vermieter um Erlaubnis fragen?

Die gute Nachricht ist, dass man den Vermieter nicht um Erlaubnis fragen muß, wenn man seine Wohnung ausmalen will. Der Gesetzgeber nennt Ausmalen bzw jegliche Veränderung der Oberflächen der Wohnung, die einfach rückgängig gemacht werden kann zB durch tapezieren, verfliesen eine unwesentliche Veränderung des Mietgegenstandes.

Egal, ob die Wohnung dem Mietrechtsgesetz unterliegt oder nicht, für unwesentliche Veränderungen am Mietgegenstand braucht man keine Erlaubnis.

Andere genehmigungsfreie Maßnahmen sind

  • das Aushängen und die Zwischenlagerung von Türblättern auch ausserhalb des Mietobjektes. Bei Wohnungsrückgabe muss allerdings alles wieder an seinem Platz sein.
  • für Türanstriche gilt das Gleiche wie beim Ausmalen.
  • neue Fliesen oder Bodenbelägen.

Aber Achtung: Der Vermieter kann insbesondere bei der Änderung von Teppichböden und Holzböden einen Rückbau der Sanierungsmaßnahme fordern.

Mehr wichtige Informationen zu wesentlichen Veränderungen wie z.B. Umbaupläne, Renovierungsarbeiten finden Sie im Beitrag „Bauliche Veränderungen“ der Mietervereinigung Österreich.

 

 

 

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