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Qualitätsprobleme bei ELK nach Firmenübernahme?

Es ist noch nicht lange her, da haben wir bei Anfragen zu Fertighausfirmen u.a. auch den Marktführer ELK gerne empfohlen. Dann, im Sommer 2016 wechselte die „Elk Fertighaus GmbH“ den Eigentümer: Die „Gampen Fertighaus S.a.r.l.“ des österreichischen Unternehmers Matthias Calice  hat ELK übernommen.

Schlechte Vorzeichen? Schon mehrmals zogen in den letzten Jahren dunkle Wolken über Fertighausanbietern nach Übernahme durch „Investoren“ auf. Hanlo, Griffner, Schachner, Wigo, jetzt auch ELK? In Erinnerung noch der erste Aufschrei der Empörung unter den Mitarbeitern. Sie sollten für die Expansion nach England auf drei bis vier Prozent ihres Gehaltes verzichten sollten. Dieser Vorschlag wurde dann zurückgenommen. Heute liest man, dass Dienstverträge umgestellt wurden, Mitarbeiter beschweren sich. ELK entgegnet in einer Presseaussendung:
„Qualität soll im Börsel spürbar werden Er sei, so Gerhard Schuller, von der geleisteten Arbeit der Belegschaft überzeugt, künftig solle sich der Faktor Qualität aber auch direkt in der Abrechnung eines Mitarbeiters niederschlagen. „Niemand stellt es sich dadurch schlechter“, betont er, der Basisverdienst liege zudem weiter deutlich über dem Kollektivvertrag.“

Aus Sicht der Bauherrenhilfe hat sich am Faktor „Qualität“ auch tatsächlich etwas verändert. Es häufen sich schwere bautechnische Fehler und Baumängel. Aktuell erhalten wir Bilder von „Brandschutzmängeln“ an den eingebauten Kaminen. Ein Rauchfangkehrer spricht angeblich von einer Häufung derartiger Beschwerden.

In einer anderen ELK-Presseaussendung wird vom „besten Ergebnis seit 9 Jahren“ geschrieben. Eigentümer Calice habe für eine Offensive in Österreich und Deutschland („Wachstumsmarkt“) 2 gleichberechtigte neue Geschäftsführer eingestellt. Gerhard Schuller, ab der ELK-Übernahme Mitte 2016 Alleingeschäftsführer, soll sich nun auf die Finanzen und das Bauträger-Geschäft konzentrieren. Gleichberechtigt wurde Ewald Zadrazil, der im August 2017 die Bereiche Vertrieb & Marketing übernommen hat und zu Letzt Thomas Scheriau engagiert.
Link zu Firmenmonitor.at

Auszüge aus einer Presseaussendung:
„Der Einstieg in den großvolumigen Wohnbau mit bis zu vier Etagen ist in Vorbereitung. .. Die Zahl der derzeit jährlich rund 110 Wohneinheiten aus dem Bauträgergeschäft soll bis 2018 verdoppelt werden. Ein weiterer Schritt ist eine Offensive nach Deutschland. Der deutsche Fertighaus-Markt ist etwa fünf Mal so groß wie der heimische, allerdings liegt die Fertighaus-Quote mit zwanzig Prozent noch weit unter den 32 Prozent in Österreich. …  Also enormes Potenzial, doch unser Marktanteil ist dort derzeit verschwindend.“

Bleibt die Hoffnung, dass Eigentümer Calice nicht nur die nackten Zahlen im Blick hat. Eine zunehmend schlechter werdende Qualität, spricht sich in Zeiten des Internets sehr schnell herum. Hier sind nicht nur knackige Werbesprüche, sondern vor allem ist hoch motiviertes Führungs- und Fachpersonal auf Baustellen gefragt. In dem Sinne bleibt nun leider auch bei ELK die Empfehlung, vorab genau zu schauen, was auf den Baustellen so läuft.

 

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