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Parkettrenovierung

Wie Sie dem Parkett mit einer Renovierung neuen Glanz verleihen und dessen Lebensdauer verlängern!

Wer eine natürliche Raumgestaltung wünscht, entscheidet sich in aller Regel für einen Holzboden wie Parkett. Was jedoch, wenn sich das Parkett im Laufe der Zeit stark abnutzt und völlig unansehnlich wird? Mit etwas Geduld, Geschick sowie dem richtigen Werkzeug können Sie Ihr Parkett wieder in Schuss bringen.

Bevor Sie mit der Renovierung des beginnen, sollten Sie Ihr altes Parkett auf seinen Zustand hin untersuchen. Vor allem belastete Stellen, wie etwa unter dem Ofen oder Bereiche, die regelmäßig von Feuchtigkeit heimgesucht werden, erfordern eine spezielle Behandlung oder müssen gar vollständig ersetzt werden. Zunächst werden die stark strapazierten Abschnitte ausgetauscht. Die defekten Parketteile entfernen Sie am besten mit einem Stemm- und Brecheisen. Versuchen Sie mit dem Stemmeisen saubere Schnittkanten zu schaffen, damit Sie später die neuen Parkettelemente ohne Spalt verlegen können. Haben Sie nun alle beschädigten Stellen des Parketts entfernt, müssen Sie den Boden mit den fehlenden Parkettstücken auffüllen. Zunächst gilt es das passende Parkett zu finden. Es empfiehlt sich vorab, bei Parketthändlern wie Parkett-Store24.de Informationen zu sammeln. Haben Sie das richtige Parkett gefunden, sind die Stücke passend zuzusägen und dann in die Lücke hineinzulegen. Achten Sie darauf, dass Sie anfänglich nicht zu viel wegschneiden. Deutlich besser ist es, sich Stück für Stück an die passende Größe heranzuschneiden. Je nach Untergrund des bisherigen Parketts, können die neuen Teile mit kleinen Stiften vernagelt oder direkt verleimt werden.

Sind nun die kaputten Parkettabschnitte erneuert worden, können Sie mit dem Abschleifen des Bodens beginnen. Schließlich sollen Farbunterschiede ausgeglichen und Laufspuren entfernt werden. Während bei neuen Böden lediglich eine glatte Oberfläche zu schaffen ist, muss bei alten Böden bis auf das rohe Holz abgeschliffen werden. Sobald Sie Teppiche, Möbel sowie Vorhänge im Zimmer beiseite geräumt haben, können Sie die Sockelleisten entfernen. Hierzu verwenden Sie am besten einen kleinen Meißel. Schützen Sie die Wand, indem Sie einen Holzkeil dazwischen schieben. Anschließend sollten Sie vorstehende Nagelköpfe gut versenken und gelöste Holzteilchen festleimen, da andernfalls beim Schleifen Funkenschläge entstehen und gegebenenfalls der Beutel mit Schleifmehl in Brand gesetzt werden könnte. Danach sollten Sie das Parkett gründlich reinigen. Haben Sie dies erledigt, kann mit dem Abschleifen des Bodens begonnen werden.

Ein manuelles Schleifen anhand eines Band- oder Schwingschleifers wäre je nach Raumgröße sehr anstrengend und auch zu unregelmäßig. Deshalb verwenden Sie idealerweise eine hochwertige Schleifmaschine. Sofern Sie sich für einen Schwingschleifer entscheiden, sollten Sie unbedingt auf die Schleifrichtung achten. Diese ist von der jeweiligen Oberfläche abhängig. Würfel- sowie Mosaikparkett sind diagonal zum Faserverlauf von links nach rechts zu schleifen. Dagegen ist Stabparkett in einem Winkel von 7 bis 15 Grad zu bearbeiten. Der Feinschliff erfolgt dann in Richtung der Faser. Weist der Boden Unebenheiten auf, ist eine diagonale Schleifbewegung zu empfehlen, so dass die unebenen Stellen schneller plan werden. Verwenden Sie stattdessen eine Schleifmaschine, müssen Sie diese kontinuierlich und ruhig über die Oberfläche führen. Solange die Schleifwalze arbeitet, dürfen Sie weder die Schleifrichtung ändern noch stehen bleiben, da andernfalls unwiderrufliche Vertiefungen entstehen könnten. Die Schleifmaschine sollte über ein eingebautes Staubrückhaltesystem verfügen. Tragen Sie auf jeden Fall einen Mundschutz, damit Sie während des Schleifens des Parketts keinen Holzstaub einatmen.

Nun müssen Ränder und Ecken geschliffen werden. Spannen Sie auf eine Ecken- oder Randschleifmaschine eine Scheibe mit 40er Körnung auf den Schleifteller und fahren Sie kreisend über die unbearbeiteten Stellen. Bleiben Sie auch hier ständig in Bewegung, um Brand- und Schleifspuren zu verhindern. Den abschließenden Feinschliff nehmen Sie am besten mit einer 100er Körnung vor. Hierbei sollten Sie darauf Acht geben, dass der Übergang von der Fläche zum Rand glatt verläuft. Spezielle Vorsätze in der Maschine machen das Schleifen auch an schwer zugänglichen Stellen möglich. Sind beim letzten Schleifgang Risse oder Fugen entstanden, sollten Sie die betroffenen Stellen mit Parkett-Fugenlösung ausbessern. Vermengen Sie hierzu die Lösung mit Schleifstaub und verteilen Sie diese mit einem Spachtel. Die Fugenmasse ist nach etwa 30 bis 45 Minuten ausgetrocknet.

Vor der abschließenden Versiegelung ist der Boden sehr gründlich abzusaugen, denn Reststaub könnte später das Oberflächenbild schnell ruinieren. In gleichmäßigen Streichbewegungen können Sie nun den Versiegelungslack auftragen. Arbeiten Sie hierbei von der Lichtquelle weg, damit Sie eventuelle Fehlstellen sofort erkennen und nacharbeiten können. Idealerweise wird der Parkettbodenlack in breiten Streifen von etwa 1,5 Metern auf die gesamte Raumbreite ausgestrichen. Um eine Bläschenbildung zu vermeiden, sollten Sie den Boden derweil vor Sonneneinstrahlung schützen. Mit der zweiten Schicht können Sie frühestens nach zwei Stunden beginnen. Weil das Holz durch aufquellende Fasern aufraut, ist ein Zwischenschliff per Handschleifer mit 120er Körnung oder auch per Hand ratsam. Danach muss der Boden erneut sorgfältig gesäubert werden. Nach dem zweiten Versiegelungsgang ist er erst am Folgetag begehbar. Das Parkett erfordert eine Schonzeit von ungefähr zwei Wochen, um vollständig aushärten zu können und gegen übliche Handelsreiniger resistent zu sein. Der Fußboden ist erst dann wieder voll belastbar. Ist er ganz besonders widerstandsfähig, können Sie ihn auch noch ein drittes Mal versiegeln.

Bringen Sie Ihren Boden anschließend mit Parkett-Öl zum Glänzen. Dieses können Sie mit einer Edelstahl-Glättkelle oder einem Gummiabstreifer verteilen. Sorgen Sie für eine gute Belüftung und lassen Sie das Öl für mindestens 15 Minuten einwirken. Um die Schönheit und Robustheit des Holzes zu erhalten, kommt es insbesondere auch auf die richtige Pflege an. Reinigen Sie den Boden nicht zu feucht, da das Holz sonst aufquellen könnte. Nutzen Sie einen Staubsauger mit Bürstenaufsatz oder einen Baumwollmopp. Meist lösen sich Verschmutzungen mit etwas lauwarmem Wasser und einen Spritzer Essigreiniger. Verwenden Sie keinesfalls Dampfreiniger, Reinigungsautomaten oder aggressive Reinigungsmittel wie Scheuermilch. Greifen Sie auf Bodenmilch, Waschemulsionen, Flüssighartwachs, Pflegeöl oder Pflanzenseife zurück.

Parkett Bildquelle www.parkett-store24.de

Die Versiegelung braucht je nach Abnutzung alle sechs bis acht Jahre eine Auffrischung. Nur so stellen Sie sicher, dass das Holz seinen Glanz behält, Ihnen lang erhalten bleibt und natürlich frisch wirkt. Sie sollten sich bei größeren Beschädigungen stets einem Fachmann anvertrauen, da dessen Arbeiten professioneller sind, er mit den Gerätschaften besser vertraut ist und die Tücken der einzelnen Prozeduren besser kennt.

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