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Geschichten, die Häuser schreiben – Das Ganghaus

Das Ganghaus!

Dies ist ein typisches Einfamilienhaus aus den 60-er Jahren mit breitem Gang in der Mitte und aufgefädelter Zimmeranordnung. Rational und funktional aber ohne jede Emotion. Das Leben in so einem Haus wird ohne Gefühl und Spürsinn „abgewickelt“, nirgendwo gibt es einen Ort, an dem man sich gerne länger aufhalten möchte. Die Kindheit des sensiblen Bauherren hat in diesem Haus gerade mal 10 Jahre gedauert, dann zog er bereits weg. Zur Mutter hatte er eine sehr schwierige Beziehung, ihre Kälte und Härte distanzierten ihn bis zuletzt von ihr.

 Bildquelle: DI Claudia Schumm; Grundriss vorher  – zur Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild!

Als er jetzt das Haus erbte, war es für ihn eine Notwendigkeit und eine Bedingung für seine Entscheidung, mit seiner Jungfamilie dahin zu ziehen, genau diese fehlenden Aspekte beim Umbau einzubringen. Mit wenigen Änderungen im Grundriss und gemäß des Familienbudgets wurde das Haus  zu einem komplett  neuen Zuhause mit Wohlfühlatmosphäre umgeplant. Wo vorher die direkte gerade Energielinie das Haus zerschnitten hat, schlängelt sich jetzt die positive Lebensenergie durch die Räume und verbreitet gute Stimmung. Denn: Energie muss fließen!

Grundriss nachher  (Fallbeispiel Grundrissplanung von Claudia Schumm nach Feng Shui)  – zur Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild!

Was genau wurde verändert und warum?

Laut der Harmonielehre von Feng Shui entsteht negative Energie, wenn eine lange Gerade, wie in diesem Fall der Gang in der Mitte des Hauses, besteht. Die Energie wirkt dann wie ein Pfeil, der schnell durchs Haus „zischt“ und es kann keine angenehme Belebung stattfinden, entsprechend verhalten sich die Menschen darin. Man kann das mit einer Autobahn vergleichen, auf der und in deren Nähe es nicht angenehm ist zu verweilen, dient sie doch nur zum raschen Vorwärtskommen. Im Gegensatz dazu ist ein mäandernder Weg eine Wonne für die Seele und auch für das Umfeld, in dem er sich befindet.

Am Besten ist es für die Raumatmosphäre, wenn die Energielinien sanft durch die Räume „tänzeln“ und so jeden Bereich positiv anreichern. In unserem Beispiel habe ich das durch die Verlängerung der Küchenwand erreicht, die nun eine neue Rückwand beim Eintreten in den Wohnraum bildet und somit beide Seiten des Hauses verbindet. Baulich ist dies leicht möglich, es muss nur ein Unterzug eingebaut werden. Im Gang dahinter, wo die Schlaf – und Waschräume sind, habe ich die Türen so weit reduziert, sodass der Gang selbst wohnlicher wird und nicht wie zuvor eine Türansammlung mit Lärmbelästigung ist. Das Bad wurde leicht vergrößert und das Kinderzimmer zu einer passenden Größe reduziert, ein kleiner Schrankraum geht sich auch noch aus! Die Öffnung einer Hintertüre lässt das Haus frei atmen und stellt eine Verbindung zum großen hinteren Nutzgarten her, der bislang nur umständlich über den vorderen Garten erreichbar war.

Schon beim Ansehen des Planes spürte der Bauherr die Veränderung und Freude über sein neues Wohngefühl. Seine bisher da gewesenen unangenehmen Erinnerungen im Bezug zu dem Haus und seiner persönlichen Geschichte haben sich augenblicklich durch die neue Perspektive verwandelt und den Fokus auf das eigene Schaffen und das eigene, neue Energiefeld gerichtet.

Heilung braucht keine Zeit, wenn die Energie verändert wird. Wohlfühlarchitektin DI Claudia Schumm –   wwww.architekturundheilung.at – Ab Samstag, 16. März 2013 (11:00 und 14:00 Uhr) regelmäßige Impulsvorträge “ Die 7 Wohlfühltipps für den Hausbau“ in der Blauen Lagune!

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