Sie sind hier: Bauherrenhilfe.org > Architekt & Ingenieur > Flachdach Monitoring

Flachdach Monitoring

Flachdach Monitoring – Für ALLE Flachdächer

Häufig hört man die Aussage: Flachdächer über hochsensiblen Bereichen (OP Säle, Datencenter, Produktionsstätten etc) sollten permanent überwacht werden, weil materielle Schäden enorm hoch sein können. Auch bei Sportstätten, Schwimmbädern, Schulen und öffentlichen Gebäuden sowie Einkaufszentren, bei denen Personenschäden im Einsturzfall zu befürchten sind, werden Monitoringsysteme immer häufiger zum Einsatz gebracht.

Und das aus gutem Grund. Mittlerweile gehören sie zum Stand der Technik. Im Schadensfall müssen sich Verantwortliche (Planer, Eigentümer, Betreiber) fragen lassen, warum am Markt vorhandene Systeme nicht zum Einsatz gebracht wurden.

Aufgrund der mittlerweile sehr günstigen Preise erhebt sich jedoch die Frage, warum nicht alle Flachdachkonstruktionen mit einem Monitoringsystem ausgestattet werden. Die Kosten für den gesamten Flachdachaufbau steigen kontinuierlich, nicht zuletzt aufgrund immer höherer Dämmschichten. Diese gehören langfristig geschützt, sowohl aus statischen, energierelevanten, gesundheitlichen, ökologischen als auch kaufmännischen Gründen.

Neben einfachen Zeitpunkt-Monitoringsystemen wie das Sika RCS (Roof Control System), das Vedag ProtectDach oder das ProtectSys B System, stellt die günstigste und umfassendste Möglichkeit der permanenten Überwachung ein funkgestütztes Sensorsystem dar (WM – Wireless Monitoring), das Gebäudeinhaber oder Betreiber rechtzeitig über  Undichtigkeiten informiert.

In der nachfolgenden Grafik wird das Funktionsprinzip dargestellt. Durch Feuchteeintritte im Dämmschichtbereich, hervorgerufen durch eine Beschädigung, einen undichten Anschlussbereich oder eine defekte Dampfsperre,  verändert sich der Wasserdampfdruck, der durch Funk- Feuchte- und Temperatursensoren erfasst wird.

Bildquelle: Klaus Burger, ILD Deutschland GmbH

Ein Sensor reicht aus, um ca. 300 m² Dachfläche zu überwachen. Die Daten werden über einen Datenkollektor gesammelt und an einen externen Datenserver gesendet, der die Daten auswertet.

Im Schadensfall wird der Betreiber/Eigentümer informiert.

Bildquelle: Klaus Burger, ILD Deutschland GmbH

Auch funkgestützte Schneelastsensoren lassen sich in dieses System mit einbinden. Der Personen- und Gebäudeschutz wird dadurch langfristig unterstützt.

Die Zeiten, in denen die Mentalität: „Es tropft nicht, also ist mein Dach dicht“, vorherrschten, sind lange vorbei. Personen- und Investitonsschutz sind durch Sichtprüfungen alleine nicht zu erreichen.

Jeder Planer und Abdichter sollte seine Auftraggeber auf Monitoringsysteme im Flachdachbereich aufmerksam machen. Dies ermöglicht dem Bauherrn, selbst zu entscheiden, ob er den alteingesessenen Weg einschlägt: „Es wird schon gutgehen“, oder lieber mit dem Motto fährt: „Vorbeugen ist besser, als Schäden zu beheben“.

Monitoring ist Grundlage von wirklich nachhaltigem Bauen.
Autor: Klaus Burger ,ILD Deutschland GmbH – www.ild-group.com

 

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.