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Die häufigsten Fehler beim Kauf einer Überwachungskamera

Was Sie für eine sicherheitsrelevante Videoüberwachung wissen sollten.

Um sich vor Einbrüchen in den eigenen vier Wänden zu schützen, das hochwertige Fahrzeug auf dem Hof vor Diebstahl zu bewahren oder um den Eingangsbereich eines Geschäftes zu überwachen – die Gründe für eine Überwachungskamera sind vielfältig. Allerdings kann die Videoüberwachung nur zum gewünschten Erfolg führen, wenn beim Kauf der Kamera einige Punkte berücksichtigt werden. Da bestimmte Fehler relativ häufig vorkommen, sind sie in diesem Beitrag zusammengefasst, um sie zukünftig zu vermeiden.

Bei Überwachungskameras nicht am falschen Ende sparen

Bei der Überwachungskamera zu sparen, bedeutet, am falschen Ende zu sparen. Besonders bei einer analogen PAL-TV-Kamera ist der geringe Preis verlockend. Allerdings ist dafür eine schlechte Bildqualität in Kauf zu nehmen.

Laut dem Überwachungskamera-Ratgeber von topsicherheit.de lassen sich bei PAL-TV-Überwachungskameras nur in bis zu 3,50 Meter breiten Bereichen Details erkennen, sodass Fahndungsbilder erstellt werden können. Bewegt sich ein Einbrecher schnell durchs Bild, ist das entstandene Bild nicht zu benutzen, weil es unscharf ist – die veraltete Technik macht sich bemerkbar.

Zusätzlich ist bei günstigen Überwachungskameras zu beachten, dass sie im Allgemeinen in der Verarbeitung der Materialien ebenfalls nicht überzeugen. Dadurch kommt es vor allem im Außenbereich zu einer vorzeitigen Abnutzung der Kamera.

Ebenfalls ungeeignet für die Überwachung des Eigenheims sind Wildkameras. Die Qualität der Kamera ist nicht ausreichend, um daraus detailreiche Bilder zu erstellen, auf denen sich Gesichter gut erkennen lassen. Sie sind vielmehr dafür ausgelegt, um ruhig äsendes Wild zu beobachten, das sich länger an einer Futterstelle aufhält.

WLAN bei der Übertragung meiden

Wer sich zuhause mit dem PC übers WLAN ins Internet einloggt, weiß, wie schnell die Verbindung gestört ist, sobald sie von mehreren Personen benutzt wird. Das gleiche Problem tritt auf, wenn Überwachungskameras zum Einsatz kommen, bei denen die Bilder über WLAN übertragen werden.

Wichtig für eine reibungslose Übertragung ist eine kabelgestützte Videoüberwachung.

Allerdings sollten die Bilder weder in die Cloud noch auf den viel genutzten PC übertragen werden. Stattdessen ist ein Langzeitrekorder zu nutzen, welcher klein und stromsparend die Daten aufnimmt.

Fragen an den Fachmann

Bei der Auswahl der Überwachungskamera sind aber weitere Punkte zu beachten, bei denen häufig Fehler passieren.

– Damit der gewählte Bereich von der Kamera vollständig erfasst wird, ist es wichtig, auf Blickwinkel und Brennweite der Kamera zu achten. Um einen Nahbereich von zwei bis fünf Metern exakt darzustellen, braucht es ein anderes Modell, als wenn ein mittlerer Fernbereich von bis zu 25 Metern erfasst werden soll.

– Eine Beratung vom Fachmann sollte erfolgen, wenn das Überwachungssystem nachts seinen Dienst leisten soll. Es gibt verschiedene Nachtsicht-Stärken, die aber häufig nicht anhand der technischen Daten zu erkennen sind. Ist sie falsch ausgewählt, lassen sich die aufgenommenen Bilder der Überwachungskamera nach einem Einbruch nicht verwerten.

 

Bildnachweis: alicephoto/clipdealer.de

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