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Anzahlung – Zahlungsmodell bei Fertighausbau!

Useranfrage zum Thema Fertighaus – Anzahlungshöhe!

Ist eine Anzahlung in Höhe von 60% noch vor Hausaufstellung in der Baubranche üblich?

Beantwortung durch die Ombudsstelle –  „Österreichischer Fertighausverband„: 

Für Mitglieder des Österreichischen Fertighausverbandes ist hinsichtlich der Anzahlung im Ehrenkodex geregelt, dass die Höhe der ersten Teilzahlung (Anzahlung) maximal 10 Prozent der Kaufsumme ausmachen darf. Damit abgedeckt sind Aufwendungen für Beratung, Planung, Behördenwege etc. Alle weiteren Zahlen müssen dem Produktions- bzw. Baufortschritt entsprechen und müssen „Zug um Zug“ erfolgen, d.h. erst die Leistung, dann die Bezahlung. Auch müssen die Zahlungspakete vertraglich festgehalten sein. Wir weisen auch die Konsumenten darauf hin, dass keine überhöhten Anzahlungen bzw. Vorauszahlungen (vor Leistung) zu akzeptieren sind.

Ein Beispiel für ein „seriöses“ Zahlungsmodell der Stufe „Ausbauhaus“ wäre: 

5 % des Gesamtauftragswertes bei Übergabe des Einreichplans oder Unterfertigung der Auftragsbestätigung (bei einem Typenhaus, wo keine separate Planung erfolgen muss).

45 % vom Betrag bei Montagebeginn (zu diesem Zeitpunkt sind alle Elemente gefertigt, die Firma ist mit dem Einkauf des Materials und den Produktionskosten [etwa Personal] bereits in Vorleistung getreten).

40 % nach Rohbauerrichtung

10 % nach Fertigstellung und Übergabe

Natürlich steht es den Unternehmen frei, von diesem Beispiel abweichende Prozentsätze zu vereinbaren – jedoch immer unter der oben angesprochenen Prämisse, dass die Zahlung dem Baufortschritt entsprechen muss.

Österreichischer Fertighausverband

 

 

 

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